Eine Gruppenausstellung macht Raum konkret zum Thema: auf der gemeinsam geteilten Fläche funktionieren formale sowie inhaltliche Bezüge, grenzen sich aber Stellwände auch von den Werken ihrer Umgebung ab. Nähe und Distanz als räumliche Verhältnisse, dazwischen entstehen Übergänge, konstruieren sich Verbindungen. Die fünf Positionen erlauben beides: Zwischen den Leinwänden von Mona Gassim, Mehmet Güler, Michael Melchior und Sally Schütz ergeben sich spannende Beziehungen. Inmitten ungegenständlich arbeitender MalerInnen beziehen die Objekte der Letztgenannten als kommunikative Zwischenrufe Position, während die Installation von Katharina Beesk gerade erst vor Ort Verbindungen herstellt.
Kräftige Farbakzente setzen die Textilelemente gegenüber den andersfarbigen und zum Teil unglasierten Keramiken dieser Installation. Auch die Malerei lebt von charakteristischen Farbkompositionen: Leuchtendes Karminrot nimmt in Gülers Bildern große Flächen ein, die sich gegen hell bis tiefblaue Bereiche auf der Leinwand absetzen. Ultramarin und Türkis zählen zur Palette von Schütz. Erd- und Sandfarben, ineinander übergehend und verlaufend, bringt Gassim auf den Bildträger. Melchior malt Farbschichten übereinander, so dass neben der Strahlkraft unterschiedlicher Farben auch eine deutlich wahrnehmbare Dynamik entsteht.
Tauchen Sie ein in malerische Meerestiefe, meditative Farblandschaften oder magische Farbräume und beschreiten Sie die verbindende Brücke über Kulturräume hinweg. Die Schau „Farb(t)raum“ vereint wunderschöne Farbwelten mit individuellem Duktus. Träumen Sie mit den Künstlerinnen und Künstlern. Live und in Farbe!
Zur Eröffnung der Ausstellung am 22. August 2025 sind die KünstlerInnen anwesend.
PROGRAMM
Eröffnung
Freitag, 22.08.2025, 18.00 Uhr
Einführung: Anne-Kathrin Auel M.A., Kunstwissenschaftlerin
Moderierter Rundgang mit KünstlerInnengespräch
Sonntag, 14.09.2025, 14.30 Uhr
Moderation: Anne-Kathrin Auel M.A., Kunstwissenschaftlerin
Offene Werkstatt
Samstag, 23. 8. 2025, 10 -13.30 Uhr
Leitung: Franziska Ullrich & Mareike Steffens
KörperTräume: „Kunstwerke durch den Körper erfahren“
Vom Traum zum Bild – in Bildsprache. Wie träume ich mich in das Bild hinein? In der Sprache der Träume ist Chaos willkommen. Was liegt unter den Schichten einer Illusion? Nichts – oder alles?
Der Workshop lädt ein, sich im Übergang zwischen Wachzustand und Traum – im hypnagogen Raum zu bewegen. Durch achtsame Körperwahrnehmung und improvisierte Bewegung tauchen wir in einen kollektiven (Tag)Traum ein, aus dem Farbe, Form und innere Bilder entstehen.
Tänzerisch erforschen wir, wie sich Traumerleben im Körper verankert und in gestischer, bildnerischer Sprache Ausdruck findet. Zwischen hypnotischer Ruhe, intuitiver Bewegung und mandala-inspirierten Bewegungsimpulsen entsteht ein Fluss zwischen Innerem und Äußerem – zwischen Traum und Bild. Ein Raum für Traumreste, Bildfragmente und die leise Ordnung des Chaos.
Für Körper- Stimm- und BewegungsForscher*innen zwischen 14 -150 Jahren.
Teilnahmebeitrag zwischen 20 – 60 €
Anmeldung: