18. 4. – 10. 5. 2015

Erika Breuer · Slawomir Elsner · Lutz Freyer · Anett Fronzek · Dieter Haist · Friederike Lorenz · Milen Miltchev · Norbert Städele · Günter Stangelmayer · Katharina Wehner · ZI Zeicheninstitut

Zum Auftakt der diesjährigen Ausstellungsreihe „Linearität – Materialität – Identität“ widmet sich 387 den vielgestaltigen Einsatzmöglichkeiten eines grundlegenden künstlerischen Mittels.
10 KünstlerInnen und eine Künstlergruppe zeigen ihre Arbeiten im Südflügel und laden zu einer Auseinandersetzung mit der Vielfalt des Striches ein.
Die Ausstellung untersucht die aktuellen Dimensionen der Linie: Zwischen dem rational/sachlichen oder irrational/emotionalen Gebrauch und der raum- bzw. gegenstandskonstituierenden Funktion entfaltet sich Lineares aller Art. Im Spannungsfeld von Zweidimensionalität und raumgestaltendem Faktor, von minimalistischer strukturbildender Maßnahme und symbolischer, Aufladung kommt der Strich als Hilfsmittel und Bedeutungsträger zur Geltung. Ein fundamentales Formprinzip der ästhetischen Grundlehre, halbwegs zwischen Punkt und Fläche angesiedelt, wird somit zum Thema der Gestaltung.
LINEARITÄT stellt ein kunstpraktisches Elementarteilchen und seine vielfältigen Verwendungsweisen unter formalästhetischen oder semantischen Aspekten vor. Die Ausstellung spürt den Temperamenten der Linie nach – von der strengen Geraden bis zum dynamischen Schwung. Konstruktivistische Konzepte kommen dabei genauso zur Darstellung wie zeichnerisch-narrative Linienführungen.
LINEARITÄT zeigt was geschieht, wenn der Punkt erwacht: wenn aus ihm – nach Wassily Kandinsky – „ein neues Wesen entsteht, das ein neues, selbständiges Leben führt und also seinen eigenen Gesetzen unterliegt“.

Programm:

Eröffnung
Freitag, 17. 4. 2015 um 18 Uhr:
Grußwort Dorothée Rhiemeier, Kulturamt Stadt Kassel,
Eröffnung mit einer Einführung von Dr. Harald Kimpel
Aktion des ZI Zeicheninstituts mit Hennig Lutze, Bernhard Skopnik, Reinhold Weber

Rundgang und Künstlergespräch
So 10. 5. 2015, um 14.30 Uhr

LichtZeichen im raumlabor
Die Künstlerinnen Birgit Emser und Mareike Wieland laden zum Erforschen der Ausstellung ein und eröffnen im raumlabor der WELL being Stiftung eine Werkstatt rund um die Themen Linearität, Licht und Bewegung. Ästhetisches Forschen und Experimentieren für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 10 Jahren – mit und ohne künstlerische Vorerfahrung.
Die Teilnahme ist kostenlos.